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Alpakas

Alpakas gehören genau wie die Lamas zu den Neuweltkamelen, allerdings stammen sie vom Vikunja ab. Sie sind etwas kleiner und deutlich leichter als Lamas.

Am einfachsten lassen sich Alpakas von Lamas anhand der Ohrform unterscheiden: Alpakas haben kürzere, spitze, speerförmige Ohren, während Lamas längere, bananenförmige Ohren haben. Zudem sind Alpakas ausgewachsen deutlich kleiner als ihre Verwandten die Lamas.

Bereits die Inkas schätzten die Alpakas wegen ihrer feinen Wolle, so war es auch Herrscherfamilien vorbehalten, Textilien aus Alpakawolle zu tragen. Als dann die Spanier Südamerika eroberten, wurde das Alpaka durch Schafzucht verdrängt und verschwand fast völlig.

Heute ist das Alpaka wieder hoch geschätzt, nicht nur wegen seiner feinen, allergiefreien Wolle (bisher ist keine Allergie bekannt). Die Alpakawolle ist die natürlichste Wollfaser, welche am Körper getragen werden kann.

Alpakas haben Keratin in ihrer Wolle, nicht wie Schafe Lanolin (Wollfett), und muss somit nicht chemisch gereinigt werden. Das Keratin wird gerne aus der Wolle für die Seifenherstellung gewonnen, da es sich gut für die Haar- und Hautpflege eignet -> Keratin sorgt für geschmeidiges Haar und durch die rückfettende Eigenschaft ist die Seife aus Alpakakeratin für trockene Haut eine Wohltat.

Die klimaregulierende Eigenschaft der Wolle wärmt uns im Winter und verhindert übermäßiges Schwitzen im Sommer - durch die selbstreinigende Eigenschaft der Wolle reicht ein Auslüften aus -> die Produkte sollten so selten wie nur möglich gewaschen werden (und am besten nur mittels Handwäsche, damit alle Besonderheiten des Produktes erhalten bleiben)
Wer einmal in einer Alpakawoll-Steppdecke (Füllung mit Alpakawolle statt Daunenfedern) geschlafen hat, kann die hohe Qualität der Wolle nur bestätigen.

Durch ihre neugierige und doch ruhige Art sowie Ausstrahlung sind Alpakas nicht nur ideale Wolllieferanten sondern auch gern gesehene Wanderbegleiter und auch in der tiergestützten Therapie werden eingesetzt. Während für die Arbeit in der tiergestützten Therapie eine Ausbildung für Mensch und Tier zwingend vorausgesetzt wird, müssen auch Hobbytiere auf das Wandern und den Umgang mit Menschen trainiert werden, da Alpakas von Natur aus eigentlich Fluchttiere sind - neugierig, aber doch immer auf Sicherheitsabstand. Tiere welche freiwillig auf einen zu gehen und sogar "Küsschen" verteilen, sind meist fehlgeprägt - was bei weiblichen Tieren nicht ganz so schlimm ist, bei ausgewachsenen Hengsten jedoch dann zu einem großen Problem werden kann, da man nicht mehr als Mensch, sondern als Konkurrenz gesehen wird.

Das Vorurteil, dass nur Lamas spucken, stimmt nicht bzw. nur bedingt. Das Spucken eine Form der nonverbalen Kommunikation innerhalb der Herde, also auch bei Alpakas. Es wird meist untereinander genutzt um Streitigkeiten oder die Rangordnung zu klären. So weist ein Alpaka ein anderes darauf hin, dass es zu weit gegangen ist – sei es beim Futter, beim Platz oder bei sozialen Interaktionen. Spuckt also ein Alpaka aus dem Nichts einen Menschen an, handelt es sich zu 99 % um ein fehlgeprägtes Tier.

Wer gerne noch mehr über Alpakas erfahren möchte, darf uns gerne kontaktieren und/oder sogar unseren 2-Tags-Intensivkurs besuchen (hier wird theoretisch und praktisch das A-Z der Neuweltkameliden gelehrt)
Familie Kamele (Camelidae)
Ordnung Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung Schwielensohler (Tylopoda)
Herkunft und Verbreitung Ursprünglich in den südamerikanischen Anden beheimatet.
Heute fast weltweit anzutreffen.
Lebensraum Hochgebirge, Grasland, Steppe, Halbwüste
Nahrung Gräser, Moose, Flechten, Laub, Blätter und Heu
Lebensweise Familienverbände
Höchstalter bis zu 20 Jahren
Gewicht 65 bis 80 kg
Schulterhöhe bis zu 90 cm
Fellfarbe einfarbig weiss, apricot, grau, braun und schwarz, selten gescheckt
Typen Huacaya und Suri
Tragzeit 330-360 Tage
Fohlen 1 pro Jahr
Besondere Merkmale kein Höcker; Sohlenpolster (Tylopoden) an den Füßen; gespaltene Oberlippe; speerförmige Ohren; feines Vlies; bewollter Kopf
Aktualisiert am 24.08.2026 um 21:18 Uhr
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